Matratzen aus Naturmaterialien verbinden einen Federkern oder Latexkern mit Polsterlagen aus Wolle, Baumwolle, Rosshaar oder Seide. Ein bekanntes Beispiel für diese Bauweise ist Vispring aus Plymouth in England. Dieser Ratgeber erzählt, wie die Marke entstanden ist, aus welchen Schichten ein Vispring-Bett besteht und welche Naturmaterialien es in Matratzen generell gibt. So lässt sich besser einschätzen, was hinter dem Begriff Naturmatratze steckt.
Die Geschichte von Vispring beginnt mit einer Konstruktion. James Marshall entwickelte 1899 eine Matratze, bei der jede Feder einzeln in Stoff eingenäht ist. Dieses Prinzip ist heute als Taschenfederkern bekannt. Jede Feder arbeitet dadurch für sich und gibt nur dort nach, wo Druck auf sie wirkt.
1901 gründeten John Nolon und Frederick James in London die Marshall Sanitary Mattress Company, um diese Matratze herzustellen. Die Gesellschaft wurde am 24. September 1901 eingetragen und firmiert bis heute als VI – SPRING LIMITED. Der Name hat eine technische Herkunft: VI ist die römische Zahl sechs und bezieht sich auf die sechs Windungen jeder Feder.
Nach Herstellerangabe erhielt das Unternehmen 1911 Aufträge für Ozeandampfer, darunter Kabinen der Titanic und der Olympic. Diese Angabe stammt vom Hersteller selbst und ist als solche zu lesen. Ebenfalls nach Herstellerangabe entstand 1932 der erste Boxspring-Unterbau mit Taschenfederkern.
1971 zog Vispring nach Ernesettle in Plymouth, Grafschaft Devon. Dort befindet sich bis heute der Sitz und die Fertigung. Vispring ist ein Hersteller von handgefertigten Taschenfederkernmatratzen, Betten und Kopfteilen. Seit 2005 gehört das Unternehmen zur Flex Bedding Group mit Sitz in Madrid. 2012 erhielt Vispring den Queen’s Award for Enterprise.
Das Sortiment gliedert sich in die Kollektionen Original, Classic und Luxe. Hinzu kommen eine Kooperation mit Tom Dixon und Limited Editions. Mehr zur Unternehmensgeschichte finden Sie auf der Faktenseite zu Vispring.
Ein Vispring-Bett besteht aus zwei Elementen, die zusammenwirken: dem Taschenfederkern und den Polsterlagen. Den Kern bilden Federn aus Vanadiumstahl, jede in eine eigene Stofftasche eingenäht. Die Zahl der Federn unterscheidet sich je nach Modell.
Über dem Federkern liegen Füllungen aus Naturmaterialien. Vispring nennt dafür Wolle, Baumwolle, Rosshaar und Seide. Beim Diamond Majesty kommen weitere Tierfasern hinzu. Die Modelle Herald Superb und Diamond Majesty führt Langorya als Bett mit Matratze und Kopfteil.
Das Herald Superb zeigt die Grundidee deutlich. Es hat 1.804 Taschenfedern bei 180 x 200 cm. Gepolstert ist es mit Rosshaar, britischer Wolle und Baumwolle. Bei Langorya wird es als Bett mit Matratze und Kopfteil Achilles für 14.479 € geführt. Die Produktseite finden Sie unter Vispring Herald Superb.
Das Diamond Majesty hat drei Lagen Taschenfedern mit insgesamt 3.876 Federn bei 180 x 200 cm. Die Füllungen bestehen unter anderem aus Lammwolle, Rosshaar, Shetlandwolle, Kaschmir, Seide und Vikunja. Es wird mit dem Kopfteil Grand Berkeley geführt.
| Modell bei Langorya | Federkern | Füllung | Preis bei Langorya |
|---|---|---|---|
| Herald Superb | 1.804 Taschenfedern bei 180 x 200 cm | Rosshaar, britische Wolle, Baumwolle | 14.479 € |
| Diamond Majesty | 3 Lagen, 3.876 Taschenfedern bei 180 x 200 cm | u. a. Lammwolle, Rosshaar, Shetlandwolle, Kaschmir, Seide, Vikunja | in der persönlichen Beratung |
Alle geführten Modelle und Kollektionen zeigt die Vispring Markenseite bei Langorya.
Unter dem Begriff Naturmatratzen werden sehr unterschiedliche Bauweisen zusammengefasst. Eine Matratze aus Naturmaterialien kann einen Federkern mit Wollpolsterung haben, wie bei Vispring. Sie kann aber auch eine Latexmatratze sein oder einen Kern aus Kokosfaser haben. Die wichtigsten natürlichen Rohstoffe im Überblick:
| Naturmaterial | Typischer Einsatz | Eigenschaft | Liegegefühl |
|---|---|---|---|
| Rosshaar | Polsterlage über dem Federkern | elastisch, luftdurchlässig | federnd, eher fest |
| Schurwolle | Polsterlage, Auflage | feuchtigkeits- und temperaturausgleichend | weich, warm |
| Baumwolle, Bio-Baumwolle | Bezug, Polsterlage | saugfähig, hautfreundlich | weich |
| Naturlatex | Kern, Komfortschicht | punktelastisch, formstabil | anschmiegsam |
| Kokosfaser | Kern, Stützschicht | belüftet, stabil | fest |
| Hanf | Faservlies, Bezugsstoff | robust, feuchtigkeitsregulierend | neutral |
| Seide | oberste Lage | glatt, fein | weich |
Auch andere Hersteller im Sortiment von Langorya arbeiten mit natürlichen Materialien, jeweils mit eigenem Schwerpunkt. Carpe Diem Beds aus Schweden nennt Talalay-Latex, Bio-Baumwolle und nordische Kiefer. Talalay ist ein Herstellverfahren für Latex, der Anteil an Naturkautschuk kann je nach Produkt unterschiedlich sein. DUX aus Malmö setzt in den Modellen DUX 8008 und DUX 6006 zwei Federlagen und Naturlatex ein. Das Tréca Paris Auguste ist mit Merinowolle, Rosshaar, Royal Alpaka und Seide gefüllt.
Die Unterschiede zeigen: Die Hersteller kombinieren ihre Federsysteme mit unterschiedlichen Polsterungen, von Tierfasern bis zu Latex und Baumwolle. Welche Kombination passt, hängt vom gewünschten Liegegefühl ab. Einen Überblick über alle Hersteller gibt die Seite Luxusmatratzen bei Langorya.
Eine Matratze ist selten ein reines Naturprodukt. Ein Taschenfederkern besteht aus Stahl, Latex wird mit Zusätzen verarbeitet, und auch Garne und Stoffe gehören zur Konstruktion. Ob eine Matratze nachhaltig ist, hängt deshalb von mehreren Faktoren ab: der Herkunft der Rohstoffe, der Art der Herstellung und der Nutzungsdauer.
Wer Wert auf Nachweise legt, sollte beim konkreten Modell nachfragen, ob und wofür ein Material zertifiziert ist. Siegel beziehen sich oft nur auf einzelne Bestandteile, zum Beispiel auf den Bezug oder den Latexkern. Auch praktische Fragen gehören dazu: Ist der Bezug abnehmbar und waschbar? Lassen sich Auflagen getrennt reinigen? Die Antworten fallen je nach Hersteller und Modell unterschiedlich aus.
Ob eine Matratze weich oder fest wirkt und wie Sie darauf schlafen, lässt sich nur durch Liegen beurteilen. Im Showroom von Langorya in der Dalbergstraße 2-4 in Fulda können Sie Vispring und weitere Manufakturen vergleichen. Geöffnet ist Montag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr und Samstag von 10 bis 16 Uhr. Wer eine ganze Nacht testen möchte, kann in drei Partnerhotels in Fulda probeschlafen: im Romantik Hotel Goldener Karpfen, im Boutique-Hotel Stadtvilla Hodes und im Hotel Platzhirsch. Details finden Sie unter Probeschlafen in Fuldaer Hotels. Passende Kissen und Decken für einen erholsamen Schlaf finden Sie bei den Bettwaren. Für einen Termin erreichen Sie Langorya unter 0661 95271293 oder info@langorya.de.
Matratzen aus Naturmaterialien verwenden für Kern oder Polsterung natürliche Rohstoffe wie Wolle, Baumwolle, Rosshaar, Naturlatex, Kokosfaser oder Hanf. Der Begriff ist nicht einheitlich geregelt. Auch Matratzen mit Federkern aus Stahl werden oft als Naturmatratze bezeichnet, wenn die Polsterung natürlich ist.
Vispring nennt Wolle, Baumwolle, Rosshaar und Seide als Füllmaterialien. Das Herald Superb ist mit Rosshaar, britischer Wolle und Baumwolle gepolstert. Das Diamond Majesty enthält unter anderem Lammwolle, Shetlandwolle, Kaschmir, Seide und Vikunja.
Vispring fertigt seit 1971 in Ernesettle, Plymouth, in der Grafschaft Devon. Gegründet wurde das Unternehmen 1901 in London. Seit 2005 gehört es zur Flex Bedding Group in Madrid.
VI ist die römische Zahl sechs. Sie bezieht sich auf die sechs Windungen jeder Feder. Die eingetragene Gesellschaft heißt bis heute VI – SPRING LIMITED.
Nein. Bei einer Naturlatexmatratze bildet Latex aus Kautschuk den Kern. Rosshaar wird dagegen meist als Polsterlage über einem Federkern eingesetzt. Beide gelten als Naturmaterialien, ergeben aber ein unterschiedliches Liegegefühl.
Das hängt vom Modell ab. Das Herald Superb hat 1.804 Taschenfedern bei 180 x 200 cm. Das Diamond Majesty hat drei Federlagen mit 3.876 Federn in derselben Größe.
Nein. Langorya ist ein Händler mit Showroom in Fulda und führt 24 Manufakturen, darunter Vispring und Tréca Paris. Hersteller ist VI – SPRING LIMITED in Plymouth.
Ja. Im Showroom in Fulda können Sie die Modelle probeliegen und sich beraten lassen. Zusätzlich ist Probeschlafen in drei Partnerhotels in Fulda möglich.